CBD Wirkung und Anwendungsgebiete

durch Lennart Scharff auf December 16, 2019

Was ist CBD?

CBD bedeutet Cannabidiol und wird vorwiegend aus Nutzhanf gewonnen. Leider steht CBD oft noch im Verruf, da es aus der Hanfpflanze gewonnen wird, die noch immer mit einer berauschenden Wirkung in Verbindung gebracht wird. CBD Produkte haben allerdings keinerlei berauschende Wirkungen, da sie nur sehr wenig THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten. In Deutschland liegt die gesetzliche Grenze bei 0,2% THC. Ganz im Gegensatz wirkt sich CBD bei vielen Symptomen und Krankheiten sehr positiv auf den Organismus aus.

Die Hanfpflanze an sich hat eine lange Geschichte und wird schon seit ewigen Zeiten als Nutzpflanze eingesetzt. Die unterschiedlichen Hanfpflanzen werden für die verschiedenen Zwecke gezüchtet und so ist zum Beispiel der Industriehanf bestens dafür geeignet unter anderem Kleidung herzustellen. Aus demselben Industriehanf werden auch CBD Produkte wie CBD Öle hergestellt.

So wirkt CBD

Mittlerweile ist es durch Studien bestötigt, dass CBD einen positiven Einfluss hat auf:

  • die Leistung des Abwehrsystems,
  • die Schmerzeindämmung,
  • die Entstehung von Ängsten,
  • die Stimmungslage und
  • die Regulation von Appetit, Schlaf und Körpertemperatur

Maßgeblich verantwortlich hierfür ist die Einwirkung des CBD auf das Endocannabinoid-System. Es ist ein wichtiges Regulationssystem des Nerven- und Immunsystems und erkennt die Cannabinoide im CBD. Diese können an bestimmten Zellrezeptoren des menschlichen Nervensystems andocken und in Erfolg versprechender Weise Einfluss nehmen. Das kann im Körper positive physische und psychische Effekte auslösen.

Weitere Grundfunktionen wie z.B. Appetit, Schlaf und Schmerz werden mitbestimmt. Immer mehr Studien und Befragungen belegen, dass CBD

  • angstlösend
  • entspannend
  • schmerzlindernd
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • entkrampfend

wirkt. Damit hilft es bei Beschwerden, unter denen ein sehr gestresster Mensch häufig leidet.

Anwendungsgebiete von CBD

CBD kann auf vielen verschiedenen Gebieten eingesetzt werden. Trotz das es kein Medikament ist, hat es doch einige nachgewiesene Wirkungen. Es gibt allerdings bestimmt noch viele weitere Wirkungen, die noch nicht nachgewiesen wurden. Zurzeit laufen einige Studien, die sich genauer damit beschäftigen und viele weitere Wirkungen nachweisen werden. Aber schon die Erfahrungsberichte von den Verbrauchern sprechen Bände. Außerdem sagt selbst die WHO, das CBD völlig ungefährlich für den Körper ist und räumt einige Wirkungen ein. So kannst du mit der Einnahme von CBD nur gewinnen, ohne jegliche Risiken einzugehen.

Das sind nun die einzelnen Anwendungsgebiete:

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit kann schwerwiegende Probleme im Alltag verursachen und wird so oft mit chemischen Medikamenten bekämpft. Diese haben allerdings deutliche Nebenwirkungen, CBD hingegen wirkt beruhigend und hilft bei Schlafproblemen, hat aber nahezu keine Nebenwirkungen. Eine gute Alternative und unbedingt einen Versuch wert.

Rauchentwöhnung

In einer Studie wurde belegt, das CBD dabei helfen kann, vom Nikotin loszukommen. Je 12 Raucher inhalierten CBD und die Kontrollgruppe ein Placebo. Dabei wurde nachgewiesen, dass die CBD Gruppe einen geringeren Drang nach Zigaretten verspürte, während die Kontrollgruppe keinen Unterschied verspürte. Der Zigarettenkonsum sank bei der CBD Gruppe um 40 Prozent.

Akne

Ein großes Problem stellt die Akne dar, nicht nur für Jugendliche auch immer mehr Erwachsene leiden unter dieser Problematik. Durch die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung des CBDs kann auch hier geholfen werden. Der Fettgehalt der Haut sinkt und so kann Akne dauerhaft bekämpft werden.

Stress, Überlastung, Nervosität

CBD wirkt beruhigend und entspannend und ist somit ein guter Helfer bei Nervosität, Stress, Überlastung und auch bei Beklemmungen.

Linderung bei Fibromyalgie und Morbus Crohn

Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung von CBD wird diesem auch eine Verbesserung der Symptome bei Morbus Crohn nachgesagt. Viele Erfahrungsberichte bestätigen dies. In einer Studie wurde außerdem eine Linderung bei Fibromyalgie belegt. Hier erhielt eine Gruppe zusätzlich zu den üblichen Medikamenten CBD. In der Gruppe wurde eine Verbesserung der Symptome festgestellt. Weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet stehen allerdings noch aus.

Asthma, Allergien

CBD stärkt das Immunsystem und kann kombiniert mit der entzündungshemmenden Wirkung, so auch effektiv gegen Asthma und Allergien eingesetzt werden. Asthma kann aufgrund eines fehlgesteuerten Immunsystems entstehen und auch Allergien treten mit einem starken Immunsystem deutlich weniger auf.

Arthrose

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung des Knorpelgewebes. Mit seiner entzündungshemmenden Wirkung kann CBD bei der Vorstufe der Arthritis schon Linderung verschaffen. Ist die Krankheit allerdings einmal fortgeschritten und der Knorpel geschädigt kann CBD nicht mehr helfen.

Übelkeit, Erbrechen

CBD kann gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen werden. In vielen Fällen wurden beim Einsatz von CBD sogar bessere Ergebnisse als beim Einsatz herkömmlicher Medikamente erzielt.

Übergewicht

Durch die appetitzügelnde Wirkung des CBDs ist es ein beliebtes Ergänzungsmittel bei Diäten und zur Gewichtsreduzierung. Allerdings ersetzt das CBD keinesfalls eine gesunde und ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung. Allein CBD führt nicht zu Gewichtsverlust, sondern kann lediglich unterstützend wirken.

Krebs

CBD ist kein Krebs-Heilmittel, sondern kann zur Behandlung der Nachsorge von Chemotherapien eingesetzt werden. Hier entsteht allerdings ein anderes Problem, da CBD appetitzügelnd wirkt und Krebspatienten einen hohen Kalorienbedarf haben, sollte die Einnahme unbedingt mit dem Arzt abgestimmt werden.

Rheuma

Einigen Erfahrungsberichten zufolge kann die Einnahme von CBD die Schmerzen von Rheuma-Patienten lindern. Nachgewiesen ist diese Wirkung nicht, ein Versuch ist es allerdings auf jeden Fall wert.

Nervenkrankheiten

Im Rahmen der Forschung hat sich CBD als unterstützend und wirksam bei Nervenerkrankungen gezeigt. Genaue Studien laufen jedoch noch, allerdings wurden speziell bei Epilepsie und Parkinson einige beeindruckende Beobachtungen gemacht. Hier lohnt sich ebenfalls ein Versuch zur Unterstützung der Linderung der Symptome.

Suchterkrankungen

CBD ist kein Suchtmittel und löst außerdem keinerlei berauschende Wirkung aus. Es wirkt gegen Depressionen und kann den Suchtdrang lindern. CBD ist kein Heilmittel gegen Süchte, es hilft allerdings, die Entwöhnungsphase zu erleichtern und erträglicher zu gestalten.

Wie wirkt CBD?

Unser Körper hat ein eigenes Cannabinoid-System, welches aus zwei Rezeptoren besteht, den sogenannten CB1 und CB2 Rezeptoren. Unser Körper verfügt über diese Rezeptoren, da er auch selbst in der Lage ist Cannabinoide zu produzieren. Diese Cannabinoide, die unser Körper selbst produziert, werden auch Endocannabinoide genannt.

Daher wird auch das Cannabinoid-System als Endocannabinoid-System bezeichnet. Die CB1 Rezeptoren kommen an fast allen unseren Organen vor, sind allerdings im Gehirn besonders häufig zu finden. Hier werden durch diese Rezeptoren die Muskelspannungen und die Reize geregelt. Dies ist auch der Grund, warum Cannabidiol so gut bei Störungen in der Reizleitung und bei Krämpfen wirkt.

Der besondere Vorteil von CBD ist, dass dieses schon in geringer Dosierung die Hirn-Blut-Schranke mühelos überwindet. CBD ist praktisch ein körpereigener Stoff und wird so einfach von diesem akzeptiert. CBD dockt an die CB1 Rezeptoren an und löst so die krampflösende Wirkung aus. Der Wirkstoff CBD also Cannabidiol hat eine psychische Wirkung, mittlerweile sind mehr als 10 verschiedene Wirkungsmechanismen bekannt.

So beeinflusst CBD verschiedene Rezeptoren im Gehirn, zum Beispiel den 5-HT1A-Rezeptor, zwei Vanilloid Rezeptoren, den Glycin Rezeptor und den CB1-Rezeptor. Aber vor allem wirkt CBD antioxidativ und es wirkt verstärkt auf die Signalgebung von Adenosin.

Vor mehreren Jahrzehnten wurde entdeckt das CBD eine blockierende Wirkung auf den CB1-Rezeptor hat. Somit hemmt es unterschiedliche Wirkungen, wie die Steigerung der Herzfrequenz, die Appetitzunahme und die psychische Wirkungen von THC. Dies ist auch der Grund, warum CBD oft als unterstützendes Mittel zur Gewichtsabnahme eingesetzt wird.

Es kann im Endocannabinoid-System aber auch entgegengesetzt wirken. Hier hemmt es die Aufnahme von Anandamid in unsere Zellen und auch den Abbau, so wird die Konzentration von Anandamid gesteigert. Durch die Steigerung des Anandamid-Spiegels im Gehirn oder im Nervenwasser kommt es zu einer anti psychogenen Wirkung bei Patienten mit Schizophrenie. Dies zeigen ebenfalls klinische Studien.

Die Wirkung von CBD auf die Vanilloid Rezeptoren Typ 1 und Typ 2 ruft eine schmerzlindernde Wirkung hervor. Der Vanilloid Rezeptor Typ 1 liegt in der Regel auf Nervenendigungen, die die Schmerzrezeptoren darstellen. CBD stimuliert diese Nerven also und ruft somit eine schmerzlindernde Wirkung hervor. Die CBD Wirkung auf den Vanilloid Rezeptor Typ 2 aktiviert einen Mechanismus, der hier die Hemmung der Vermehrung von bestimmten Hirntumor-Zellen hervorruft.

Es ist außerdem bekannt das CBD den 5-HT1A-Rezeptor (der sogenannte Serotonin Rezeptor) bindet. Dieser Rezeptor ist verantwortlich für die Regulation der Körpertemperatur und beeinflusst die Lernvorgänge im Gehirn. Medikamente aktivieren diesen Rezeptor und können so für die Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen eingesetzte werden. Durch die Wirkung von CBD wird der Rezeptor gebunden und auch so kann eine angstlösende Wirkung eintreten.

CBD wirkt außerdem auf das Adenosin in unserem Körper. Adenosin wirkt auf verschiedene Weisen in unserem Körper und ist auch dafür verantwortlich belebende und aktivierende Botenstoffe im Nervensystem, die Neurotransmitter, auszuschütten und damit für geweitete Blutgefäße zu sorgen. Die Wirkung von CBD verstärkt die Signalgebung durch Adenosin und hat somit eine entzündungshemmende Wirkung.

Die grundsätzliche Wirkung von CBD ist allerdings eine antioxidative Wirkung. CBD fängt die freien Radikalen im Körper und vermindert so den oxidativen Stress, vor allem bei solchen Schädigungen durch Wasserstoffperoxid eignet sich CBD als guter Helfer. In Versuchen mit Ratten hat sich außerdem eine geringere Schädigung der Nerven gezeigt, wenn gleichzeitig CBD und hohe Mengen Alkohol verabreicht werden. Auch dies ist auf die antioxidative Wirkung zurückzuführen.

In weiteren Tierversuchen mit Mäusen hat sich herausgestellt, dass CBD auch neuropathische und entzündliche Schmerzen lindern kann. Wenn CBD eingesetzt wird, wird der Glycin Rezeptor aktiviert und so die Erregbarkeit der Nervenzellen verringert, dies führt dann auch zu einer Reduzierung der Schmerzen.

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